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SL-MediaGROUP Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) Inhaber: Ing. Dietmar
Schmidt • Weinbergweg 60, A-2440 Gramatneusiedl |
§ 1. Geltungsbereich und Vertragsgrundlagen
1. Diese
Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle gegenwärtigen und
zukünftigen Verträge, Lieferungen, Lizenzierungen und sonstigen Leistungen der
SL-MediaGROUP (nachfolgend
„Auftragnehmer“) gegenüber ihren Auftraggebern (nachfolgend „Kunde“).
2. Das Angebot
richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1
Unternehmensgesetzbuch (UGB). Geschäftsabschlüsse mit Verbrauchern im Sinne des
Konsumentenschutzgesetzes (KSchG)
sind ausgeschlossen bzw. bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung.
3. Von diesen
Bedingungen abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen
des Kunden werden selbst bei Kenntnis nicht Vertragsbestandteil,
es sei denn, ihrer Geltung wird
durch den Auftragnehmer ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
4. Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsabschlusses gültige Fassung dieser AGB.
§ 2. Leistungsgegenstand und Leistungsumfang
Der Auftragnehmer erbringt spezialisierte Dienstleistungen und Lieferungen insbesondere in folgenden Geschäftsbereichen:
·
Digitale Assets & Domain-Portfolio: Übertragung, Vermittlung, Verkauf und strategische Verwertung von
Internet-Domains, Web-Projekten und digitalen
Markenwerten.
·
Software & CMS-Lösungen (SL-CMS): Bereitstellung,
Installation, individuelle Anpassung und Lizenzierung des proprietären
Content-Management-Systems
„SL-CMS“ auf Basis von Classic /
Basic ASP.
·
Strategie, Web-Consulting & GEO: Technische Konzeption, Domain-Arbitrage, Suchmaschinenoptimierung (SEO)
sowie Optimierung für KI-basierte
Antwortsysteme (Generative Engine Optimization / GEO).
§ 3. Besondere Bestimmungen für Digitale Assets & Domainübertragung
1. Vertragsschluss bei Domain- und Asset-Käufen: Angebote über Domains und digitale Assets sind freibleibend. Ein Vertrag
kommt erst durch schriftliche
Auftragsbestätigung, Rechnungslegung
oder Übergabe der Transferdaten (z. B. Auth-Info-Code) zustande.
2. Übertragungsverfahren: Die Übertragung einer Domain erfolgt nach vollständiger Bezahlung des vereinbarten
Kaufpreises durch Übergabe des Auth-Codes
bzw. Freigabe des Providerwechsels
(Registrar-Transfer) an den Kunden. Der Kunde verpflichtet sich, den Transfer
unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb
von 14 Kalendertagen nach
Bereitstellung des Codes, einzuleiten und abzuschließen.
3. Eigentumsvorbehalt: Bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus dem Kaufvertrag
verbleiben sämtliche Rechte an den Domains und digitalen Assets
im ausschließlichen Eigentum des
Auftragnehmers. Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, die
Domainweiterleitung zu sperren, Nameserver
zurückzusetzen oder den Transfer zu
widerrufen.
4. Marken- und Namensrechte: Der Auftragnehmer übernimmt keine Gewähr oder Prüfung dafür, dass die
Nutzung, Registrierung oder Registrierungsübertragung
der erworbenen Domain frei von
Rechten Dritter (insb. Marken-, Namens- oder Wettbewerbsrechten) ist. Die
marken- und kennzeichenrechtliche Prüfung der
Domain im Zielland obliegt
vollumfänglich dem Kunden.
§ 4. Spezifische Bestimmungen für das SL-CMS (Basic ASP Engine)
1. Systemarchitektur & Laufzeitumgebung: Das proprietäre System SL-CMS basiert technologisch auf Classic / Basic ASP
(Microsoft IIS Umgebung) unter Nutzung
schlanker, performanter
Datenstrukturen (z. B. SQLite / JSON-Caching). Der Kunde nimmt zur Kenntnis,
dass der Betrieb des SL-CMS einen entsprechend
konfigurierten Webserver erfordert
(Unterstützung von ASP Classic, ASP-Skriptausführung, entsprechende
Schreib-/Leserechte für Datenbanksysteme und
Dateisystem-Caches). Die
Bereitstellung dieser Serverinfrastruktur obliegt dem Kunden, sofern nicht
ausdrücklich Hosting durch den Auftragnehmer vereinbart
wurde.
2. Umfang der Rechteeinräumung (Lizenz): Sofern nicht ausdrücklich anders schriftlich vereinbart, erwirbt der Kunde
an der Software SL-CMS eine nicht-exklusive,
nicht übertragbare
Werknutzungsbewilligung (§ 24 Abs. 1 UrhG), zeitlich unbeschränkt, für den
Einsatz auf der im Vertrag definierten Domain/Projekt-Instanz.
Sämtliche Urheberrechte,
Quellcode-Rechte und Verwertungsrechte am CMS-Kern verbleiben uneingeschränkt
bei der SL-MediaGROUP. Eine Dekompilierung,
ein Reverse Engineering, eine
Weitergabe an Dritte oder die Nutzung als Basis für eigene
Mehrfachinstallationen (Reselling) ist ohne gesonderte schriftliche
Rahmenvereinbarung untersagt.
3. Individuelle Anpassungen & Updates: Technische Erweiterungen, Module oder Templates werden nach gesondertem
Pflichtenheft bzw. Aufwand kalkuliert.
Ein Anspruch auf permanente
Weiterentwicklung, Versions-Upgrades oder Anpassung an künftige
Server-Betriebssysteme besteht nur bei Abschluss eines
gesonderten
Software-Wartungsvertrags.
§ 5. Mitwirkungspflichten des Kunden
1. Der Kunde
stellt dem Auftragnehmer alle zur Leistungserbringung erforderlichen
Informationen, Zugänge (z. B. DNS-Verwaltung, FTP/SFTP, RDP, Hosting-Panels)
sowie Text-, Bild- undDatenmaterialien
rechtzeitig und vollständig zur Verfügung.
2. Der Kunde
garantiert, dass die von ihm bereitgestellten Inhalte, Logos, Texte und Bilder
frei von Rechten Dritter sind und nicht gegen geltendes Recht verstoßen.
Der Kunde hält den Auftragnehmer
diesbezüglich vollkommen schad- und klaglos.
3. Verzögerungen,
die durch verspätete oder fehlerhafte Mitwirkung des Kunden entstehen,
verlängern vereinbarte Fertigstellungsfristen entsprechend und können
nach tatsächlichem Mehraufwand in
Rechnung gestellt werden.
§ 6. Honorare, Zahlungsbedingungen und Verzug
1. Alle genannten Preise verstehen sich in Euro (€) zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer (sofern anwendbar bzw. ausgewiesen).
2. Rechnungen
sind, sofern nicht anders vereinbart, binnen 14 Tagen ab Rechnungslegung ohne
Abzug zur Zahlung fällig. Bei Domainverkäufen und digitalen
Assets gilt, sofern nicht abweichend
fixiert, Vorauskasse vor Transferfreigabe.
3. Bei
Zahlungsverzug gelten zwischen Unternehmern die gesetzlichen Verzugszinsen
gemäß § 456 UGB (Basiszinssatz zzgl. 9,2 Prozentpunkte). Darüber hinaus
werden Mahnspesen und
zweckentsprechende Betreibungskosten gemäß § 458 UGB in Rechnung gestellt.
4. Der Kunde ist
nicht berechtigt, Zahlungen wegen nicht vollständiger Leistung, Garantie- oder
Gewährleistungsansprüchen zurückzuhalten oder mit
Gegenforderungen aufzurechnen, es
sei denn, die Gegenforderung ist gerichtlich rechtskräftig festgestellt oder
vom Auftragnehmer schriftlich anerkannt worden.
§ 7. Gewährleistung und Rügepflicht
1. Es gelten die Bestimmungen des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB).
2. Der Kunde hat
gelieferte Leistungen (Domains, CMS-Konfigurationen, Web-Assets) unverzüglich
nach Bereitstellung bzw. Übergabe zu untersuchen und etwaige
Mängel unverzüglich, spätestens
jedoch innerhalb von 7 Werktagen, detailliert und schriftlich zu rügen (§ 377
UGB). Unterbleibt die Rüge, gilt die Leistung als
genehmigt.
3. Die Gewährleistungsfrist für Programmier- und Anpassungsarbeiten am SL-CMS beträgt gegenüber Unternehmern 6 Monate ab Abnahme bzw. Freischaltung.
4. Bei berechtigten Mängeln erfolgt die Gewährleistung nach Wahl des Auftragnehmers durch Verbesserung oder Austausch innerhalb angemessener Frist.
5. Keine
Gewährleistung besteht für Mängel, die durch fehlerhafte Bedienung,
unautorisierte Eingriffe Dritter in den Quellcode, Inkompatibilitäten fremder
Serversoftware oder Änderungen der
Registrar- bzw. Suchmaschinen-Algorithmen (SEO/GEO) verursacht werden.
§ 8. Haftungsbeschränkung
1. Der
Auftragnehmer haftet – gleich aus welchem Rechtsgrund – nur für Schäden, die
durch vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten verursacht wurden.
Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit
ist ausgeschlossen.
2. Die Haftung
für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn,
Betriebsunterbrechungen, Ranking-Verluste bei Suchmaschinen sowie Datenverluste
wird im gesetzlich maximal
zulässigen Ausmaß ausgeschlossen.
3. Schadensersatzansprüche verjähren in 6 Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger.
4. Die Beweislast für das Vorliegen von grobem Verschulden trägt der Kunde.
§ 9. Vertraulichkeit und Datenschutz
1. Beide
Vertragsparteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit
zugänglich gemachten Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse, technischen
Quellcodes, Transfermodalitäten und
Konditionen vertraulich zu behandeln.
2. Die
Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt streng nach den Vorgaben der DSGVO
und des österreichischen Datenschutzgesetzes (DSG).
Soweit der Auftragnehmer Zugriff auf
Server mit personenbezogenen Daten des Kunden erhält, schließen die Parteien
auf Verlangen eine entsprechende
Auftragsverarbeiter-Vereinbarung (AVV).
§ 10. Schlussbestimmungen
1. Anwendbares Recht: Auf das gesamte Vertragsverhältnis ist ausschließlich materielles
österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen
des internationalen Privatrechts
(IPRG, Rom-I-VO) und des UN-Kaufrechts (CISG) anzuwenden.
2. Gerichtsstand: Als
ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang
mit dem Vertragsverhältnis wird das für den Sitz
des Auftragnehmers (2440
Gramatneusiedl) sachlich und örtlich zuständige österreichische Gericht
vereinbart.
3. Schriftformerfordernis: Änderungen, Ergänzungen sowie die Aufhebung dieses Vertrages oder dieser
AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für ein
Abgehen vom Schriftformerfordernis.
E-Mail genügt diesem Erfordernis.
4. Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise
rechtsunwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt
dies die Wirksamkeit der übrigen
Bestimmungen nicht. Die Parteien verpflichten sich, eine unwirksame Bestimmung
durch eine rechtswirksame Regelung
zu ersetzen, die dem
wirtschaftlichen Zweck der ursprünglichen Regelung am nächsten kommt.
